International
Silvio Berlusconi

«Bunga-Bunga»: Berlusconi soll Ruby mit 7 Millionen Euro zum Schweigen gebracht haben

«Bunga-Bunga»: Berlusconi soll Ruby mit 7 Millionen Euro zum Schweigen gebracht haben

30.06.2015, 15:1930.06.2015, 15:59
Berlusconi und den Frauen, darunter die Marokkanerin Karima El Mahroug, genannt «Ruby», werden Korruption und Falschaussagen vorgeworfen. 
Berlusconi und den Frauen, darunter die Marokkanerin Karima El Mahroug, genannt «Ruby», werden Korruption und Falschaussagen vorgeworfen. Bild: AP PRESL

Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi droht in der Affäre um «Bunga-Bunga»-Partys in seiner Villa ein weiterer Prozess. Die Staatsanwaltschaft ist nach Abschluss ihrer Ermittlungen überzeugt, dass der 78-Jährige mehrere Frauen für Aussagen zu seinen Gunsten bestochen hat.

Das berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Mailand. Es wird erwartet, dass sie die Eröffnung eines Verfahrens beantragt.

Silvio Berlusconi

Berlusconi und den Frauen, darunter die Marokkanerin Karima El Mahroug, genannt «Ruby», werden Korruption und Falschaussagen vorgeworfen. 

Der Staatsanwaltschaft zufolge soll Berlusconi den jungen Frauen im Gegenzug für ihr Schweigen oder ihre Falschaussagen zu den Geschehnissen in seiner Villa über zehn Millionen Euro gezahlt haben. Allein «Ruby» soll etwa sieben Millionen Euro erhalten haben. Insgesamt 21 Frauen, die im «Ruby»-Prozess für Berlusconi ausgesagt hatten, sollen Geld von dem Milliardär erhalten haben. 

Berlusconi streicht seine Models von der Gehaltsliste

1 / 8
Berlusconi streicht seine Models von der Gehaltsliste
Barbara Guerra soll angeblich auch auf Berlusconis Liste gestanden haben.
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Der dreimalige Regierungschef war im März in dem spektakulären Prozess um Sex mit minderjährigen Prostituierten und Amtsmissbrauch in letzter Instanz freigesprochen worden. Die Anklage hatte ihm vorgeworfen, bei den «Bunga-Bunga»-Partys in seiner Villa Arcore bei Mailand Sex mit minderjährigen Prostituierten gehabt zu haben, darunter auch «Ruby». (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Meloni unter Druck: Italiens Wählerschaft bremst ihr Siegesimage
Giorgia Meloni gerät in Italien ins Wanken: Nach dem Scheitern ihres Referendums attackiert die Opposition ihr Führungsprofil, und das einst unerschütterliche Siegerimage beginnt zu bröckeln – trotz einer Koalition, die nach wie vor hält.
Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni, die am Montag nach der Ablehnung des von ihr initiierten Justizreferendums eine empfindliche Niederlage erlitt, befand sich bisher auf einer Erfolgswelle im Hinblick auf die Wahlen im nächsten Jahr. Die Opposition stellte dieses Referendum sofort als Abstimmung über Melonis Führungsstil dar und nutzte das Ergebnis schnell zu ihrem Vorteil.
Zur Story